Ärzte Zeitung online, 18.07.2018

Westfalen-Lippe

Kammer warnt ihre Ärzte vor Hilfe zur Selbsttötung

KÖLN. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Theodor Windhorst, hat die Entscheidung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßt, dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte trotz gegenteiliger Gerichtsentscheidung die Abgabe von Medikamenten zur Selbsttötung zu untersagen.

Staatliche Behörden dürften schwerstkranken und unheilbaren Patienten keinen Schierlingsbecher verschreiben oder das Rezept zur Selbsttötung ausstellen, sagte Windhorst. Ärzte hätten Sterbenden unter Wahrung und Achtung von deren Wille und Würde beizustehen, es sei ihnen aber verboten, Patienten auf Verlangen zu töten, betonte er. Selbsttötung sei keine Therapie. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »