Ärzte Zeitung online, 24.05.2019

Arbeitgeberverband

Tarifvertrag für Pflegeberufe aushandeln

Mehrere Pflegeverbände haben sich auf die Gründung eines Arbeitgeberverbandes Pflege geeinigt.

BERLIN. Unter anderem Arbeiterwohlfahrt, Arbeiter-Samariter-Bund e.V. (ASB) und der Diakonie in Niedersachsen planen die Gründung eines bundesweit zuständigen Arbeitgeberverbandes.

Der Verband soll durch den Abschluss eines für die gesamte Branche verbindlichen Tarifvertrages sowohl die Interessen der mehr als 1,1 Millionen Beschäftigten in der Pflege berücksichtigen, als auch den Arbeitgebern eine verlässliche wirtschaftliche Grundlage geben, heißt es in einer Mitteilung des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Mit der neuen „Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche“ (BVAP) werde die Grundlage geschaffen, um Verhandlungen mit den für die Pflegebeschäftigten zuständigen Gewerkschaften zu führen.

Ziel sei, die Abschlüsse durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Bereits im Juni soll die Gründungsversammlung des neuen Verbandes stattfinden.

Eine tarifliche Bezahlung sei ein entscheidender Faktor dafür, dass die Pflege künftig für Beschäftigte attraktiver werde, begründet der ASB am Donnerstag unter anderem die Gründung des Arbeitgeberverbands. (ato)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Chronische Hepatitis B auf dem Vormarsch

Mehr als jeder zweite Hepatitis-B-Fall in Europa 2017 war eine chronische Infektion, berichtet die ECDC. Bei den akuten Fällen stechen drei Länder heraus. mehr »

26 priorisierte Empfehlungen für Hausärzte

Für Hausärzte gibt es seit dieser Woche eine neue Leitlinie: Sie soll vor „Über- und Unterversorgung“ schützen. Die Empfehlungen sind jedoch nicht neu. mehr »

Was bei erhöhtem TSH-Wert zu tun ist

Nicht jeder isoliert erhöhte TSH-Wert alleine sollte Anlass für eine L-Thyroxin-Behandlung bei Kindern sein. Zu oft könnte dies zur Übertherapie führen, obwohl nur eine passagere Störung vorliegt. mehr »