Ärzte Zeitung, 11.07.2016

Reanimationsregister

Datenbank weist jetzt 100.000 Einträge auf

KIEL. Das Deutsche Reanimationsregister hat den 100.000. Datensatz erfasst. Die Online-Datenbank, die bundesweit vom Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRuN) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) koordiniert wird, erhält Daten von 161 Rettungsdiensten und 135 Kliniken und repräsentiert damit eine versorgte Bevölkerung von 18 Millionen Einwohnern. Nach Angaben des UKSH ist sie eine der größten Datenbanken für Wiederbelebung in Europa.

"Das Deutsche Reanimationsregister ist als bundesweites Benchmarking ein wichtiges Werkzeug der notfallmedizinischen Versorgungsforschung. Konkret dient es gleichzeitig dem Patienten durch die ständige Optimierung lokaler Versorgungsketten", sagte PD Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des IRuN. Erfasst werden die Erfolge bei Reanimationen kardial bedingter Kreislaufstillstände, insbesondere die Zahl der Ein-Jahres-Überlebenden. Dokumentiert wird die gesamte Versorgungskette vom Ersthelfer bis zum Krankenhaus.

So können die Experten Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems ziehen und Hinweise für die Aktualisierung der Leitlinien generieren. Alle teilnehmenden Rettungsdienste und Kliniken haben direkten Zugriff auf ihre Daten und Auswertungen und können diese Informationen direkt in eigene Verbesserungsmaßnahmen umsetzen. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »