Ärzte Zeitung online, 16.11.2017

Uterus-Transplantationen

Zentrum an der Uni Erlangen geplant

MÜNCHEN. In Erlangen soll das erste Zentrum für Gebärmuttertransplantationen zugelassen werden. Das hat der bayerische Krankenhausplanungsausschuss am Mittwoch entschieden. Die Zulassung ist auf zunächst drei Jahre befristet. Vor einer endgültigen Entscheidung wird aber noch eine ethische Bewertung der Landesärztekammer eingeholt. Außerdem muss das Wissenschaftsministerium zustimmen. Der Antrag steht deshalb auf der Tagesordnung des nächsten Hochschulplanungsausschusses am 19. Dezember. Mit der Gebärmutter-Transplantation werde medizinisch, aber auch juristisch Neuland betreten, sagte der bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml nach der Sitzung des Krankenhausplanungsausschusses. Ausschlaggebend für die positive Entscheidung sei gewesen, dass das Uniklinikum Erlangen über eine lange Expertise auf dem Gebiet der Reprosduktionsmedizin und des Fertilitätserhalts verfüge. Die mit der Gebärmutter-Transplantation einhergehenden Risisken würden wegen des hochqualifizierten Ärzteteams als beherrschbar bewertet, sagte Huml.

Am Uniklinikum Erlangen soll laut Landesgesundheitsministerium ausschließlich die Entnahme und Übertragung von Organen lebender Spender unter Beachtung der restriktiven Regelung des Transplantationsgesetzes erfolgen.(chb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum Welt-Diabetestag am 14. November zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »