Ärzte Zeitung online, 12.12.2017

Rheinland-Pfalz

Alkoholmissbrauch ist zweithäufigste Ursache für Krankenhausbehandlungen

MAINZ. Alkoholmissbrauch und seine Folgen wie alkoholische Leberzirrhose oder Pankreatitis waren im Jahr 2016 der zweithäufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt in Rheinland-Pfalz (17.056 Fälle, durchschnittliche Behandlungsdauer sieben Tage). Mit 73 Prozent waren überwiegend Männer betroffen. Im Schnitt waren die Patienten 46 Jahre alt und damit jünger als der Durchschnitt aller Behandlungsfälle (56 Jahre). 1507 behandelte Alkoholpatienten waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren, die meisten von ihnen wurden Alkoholintoxikation stationär behandelt (1425 Fälle). Verglichen mit dem Vorjahr ist bei den Kindern und Jugendlichen ein Anstieg der Behandlungsfälle um 3,5 Prozent zu verzeichnen.

Im Jahr 2016 wurden insgesamt mehr als eine Millionen Patienten mit Wohnort in Rheinland-Pfalz stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt verbrachten sie gut sieben Tage im Krankenhaus.

Auf Platz eins der Behandlungsanlässe liegt die Herzinsuffizienz (23.460 Fälle) mit durchschnittlicher Behandlungsdauer von zehn Tagen. Die Patienten waren durchschnittlich 79 Jahre alt. Wegen Vorhofflimmerns mussten sich 15.411 Patienten behandeln lassen. Sie waren im Durchschnitt 70 Jahre alt und verbrachten knapp fünf Tage in der Klinik. Männer (10.600) waren von dieser Diagnose sehr viel häufiger betroffen als Frauen (4100).

Unter Rückenschmerzen, deren Ursachen einen Krankenhausaufenthalt nach sich zogen, leiden deutlich mehr Frauen als Männer. Mehr als 8500 Patientinnen wurden im Jahr 2016 stationär behandelt (Männer: 5400). Im Durchschnitt waren sie 63 Jahre alt.(aze)

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