Ärzte Zeitung, 23.06.2011

Berliner KV hadert mit ihren Papierabrechnern

Berliner KV hadert mit ihren Papierabrechnern

BERLIN (ami). In Berlin gibt es auch nach der Einführung der Pflicht zur Online-Abrechnung rund 300 Ärzte, die per Hand abrechnen. Das wird für die Kassenärztliche Vereinigung (KV) langsam zum Problem.

Die Abrechnungsscheine dieser Ärzte müssen bei der KV eingescannt werden. "Das Gerät, mit dem die Scheine der Handabrechner eingelesen werden, ist relativ alt", sagte KV-Vize Dr. Uwe Kraffel. Fraglich sei, was unternommen werden soll, wenn das Gerät ausfällt.

Die Kosten für eine Neuanschaffung bezifferte Kraffel auf Nachfrage auf mehrere 100.000 Euro. Darauf, dass sich das Problem von selbst erledigt, weil die betreffenden Ärzte bald in Rente gehen, kann die KV nicht zählen.

"Die Umsätze der 300 Ärzte sind relativ gering, allerdings zu unserem Erstaunen auch das Durchschnittsalter", so Kraffel. Er mutmaßt, dass es sich bei den 300 Ärzten um "Kollegen mit gestörtem Verhältnis zur Datenverarbeitung" handelt. Die Zahl der Handabrechner in Berlin ist seit Jahren annähernd konstant.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Große Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können Ärzte wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Varizellen-Impfung – ein Segen für Kinder

Seit 2004 wird allen Kindern die Impfung gegen Windpocken empfohlen. Der Schutz ist eine Erfolgsgeschichte: Die Krankheit wurde zurückgedrängt und mögliche schwere Komplikationen werden vermieden. mehr »

So viel Zucker pro Tag darf's sein

Die Auswertung von Fachstudien ist eindeutig genug, um eine konkrete Obergrenze für den täglichen Zuckerkonsum festzulegen. Drei Fachgesellschaften haben sich nun auf eine Menge geeinigt. mehr »