Ärzte Zeitung, 04.12.2013
 

Hilfe bei der Abrechnung

KVBB schickt Berater in Praxen

KVBB schickt Berater in Praxen

Service als Waffe gegen Widersprüche: Mit der Abrechnungsberatung hofft die KVBB auf weniger Briefe gegen Honorarbescheide.

POTSDAM. Ein neues Serviceangebot für ihre Mitglieder hat die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) gestartet. Unter dem Titel AHA! (Abrechnung - Honorar durch Abrechnungsmanager) bietet sie nun Abrechnungsberatung durch sogenannte Abrechnungsmanager.

Diese Mitarbeiter hat die KVBB eigens geschult. Sie besuchen Ärzte in ihren Praxen und beraten sie zu ihrer Abrechnung.

"Die Rückmeldungen, die wir von den Ärzten erhalten, sind ausgesprochen positiv", berichtete der stellvertretende KVBB-Vorsitzende Dr. Peter Noack in der Vertreterversammlung. Jeden Monat werden nach seinen Angaben sechs neue Ärzte beraten. Das Angebot steht auch Ärzten offen, die in MVZ nachbesetzt werden.

Mit dem Beratungsangebot will die KVBB auch erreichen, dass weniger nutzlose Widersprüche gegen Honorarbescheide eingelegt werden. Sie hatte zuletzt mit einer Flut von Widersprüchen zu kämpfen, und Ärzte klagten über extrem lange Bearbeitungszeiten.

Im Sommer wurden neue Mitarbeiter für diesen Bereich eingestellt. Seitdem ist die Zahl der offenen Widersprüche laut Noack deutlich zurückgegangen. Sie sank von knapp 2500 im Juni auf zuletzt 1500.

"Das liegt daran, dass wir es schaffen, mehr Widersprüche zu bearbeiten", sagte Noack. Er sieht die KVBB damit auf einem guten Weg, warnte aber: "Jede EBM-Änderung hat uns mehr Widersprüche gebracht. Das ist auch jetzt zu erwarten." (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »