Kommentar – IGES-Gutachten

Schnittstelle im Visier

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Es ist ein ganz dickes Brett, das die Koalition noch in dieser Legislaturperiode angehen will: Die Weiterentwicklung der sektorenübergreifenden Versorgung. Bis 2020 soll eine Bund-LänderArbeitsgruppe, die sich gerade formiert, Vorschläge dazu machen.

Eine der höchsten Hürden dafür, Patienten an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung optimal zu versorgen, sind die Vergütungsstrukturen in Praxis und Klinik bei vergleichbaren Fällen. Ein aktuelles IGES-Gutachten für das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland, das am Dienstag in Berlin vorgestellt worden ist, macht anhand von Fallbeispielen die Anreize deutlich: Für Tonsillektomien zum Beispiel liegt die Vergütung ambulant bei 405 Euro, stationär beim Drei- bis Sechsfachen.

Dass es möglich ist, gemeinsame Tarifmodelle zu finden, zeigt das Projekt der Hybrid-DRG in Thüringen, an dem unter anderem die Techniker Krankenkasse beteiligt ist. Das Modell, das zumindest bei ambulanten Operationen als Übergangslösung funktionieren könnte, führt die Interessen der ambulanten Operateure, der Kliniken und der Kassen zusammen. Die richtigen Anreize bringen Patienten dorthin, wo sie hingehören: leichte Fälle in die Praxen, schwere in die Kliniken.

Lesen Sie dazu auch: Klinik und Praxis: So groß sind die Unterschiede in der Vergütung

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gendermedizin

Geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauenherzen schlagen anders

Lesetipps