Kommentar – Versandformen

Porto – kein Thema für Ärzte?

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Das waren noch Zeiten. Immer wenn die Post ihr Porto erhöhte, zogen mit etwas Zeitverzug die Kostenpauschalen für Arztbriefe nach. Seit für den Standardbrief 55 Cent und mehr bezahlt werden, ist das vorbei.

Das ist auch in Ordnung so, denn längst gibt es kostengünstigere und vor allem schnellere Alternativen, zum Beispiel das Fax oder selbst der schnelle Ausdruck des elektronisch erstellten Arztbriefes, um ihn dem Patienten mitzugeben.

Auch der E-Arztbrief ist eine mögliche Versandform. Er bietet vor allem organisatorische Vorteile, weil die Daten direkt in die Praxis-EDV übernommen werden können. Die Verluste von 25 Cent je Standardarztbrief, die Ärzten ab April drohen, wenn das Porto tatsächlich einmal mehr erhöht wird, müssten Ärzte also nicht realisieren.

Doch es gibt zwei Haare in der Suppe: Faxe gelten mittlerweile als zu unsicher, um Patientendaten zu schicken, und für E-Arztbriefe sind die Anforderungen so hoch, das Entgelt dafür aber so niedrig, dass es eher abschreckend wirkt.

Es ist daher höchste Zeit, dass sich Krankenkassen und KBV beim E-Arztbrief zumindest vorübergehend auf eine höhere Vergütung einigen. Wenn Digitalisierung gewollt ist, dann muss es dafür auch an der richtigen Stelle Anreize geben.

Lesen Sie dazu auch: Arztbrief: Portoerhöhung trifft Ärzte voll

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vertreterversammlung

KV Sachsen-Anhalt empört über TK-Sparpläne

Kommentare
Dr.med. Henning Fischer 17.01.201909:17 Uhr

selbst bei Killefit kann sich die KBV nicht durchsetzen


eine Demokratie lebt vom Gleichgewicht der Kräfte

das Gesundheitswesen stirbt durch die Übermacht der Kassen (Politik)

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cyberangriffe & Co.

So reagieren Arztpraxen im IT-Notfall richtig

Gendermedizin

Lena Marie Seegers: Ein Herz für Frauenherzen

Evolution der Therapiesteuerung

Diabetesmanagement: Das Ende des HbA1c-Werts?

Lesetipps
Madrid bei Sonnenuntergang.

© Shansche / Getty Images / iStock

Vorschau aufs Wochenende

Herzkongress ESC 2025: Diese neuen Studien stehen im Blickpunkt

Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen