Ärzte Zeitung, 15.07.2011

Haiti im Kampf gegen Anarchie und Cholera

PORT-AU-PRINCE (dpa). Die UN-Stabilisierungstruppe in Haiti (Minustah) hat am Donnerstag 2100 Soldaten in mehrere Armenviertel der Hauptstadt Port-au-Prince geschickt, um die dort ausartende Anarchie und Kriminalität zu bekämpfen.

Wie die UN-Mission am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte, wird die für mehrere Tage geplante Operation von Polizisten der UN und der nationalen Polizei Haitis unterstützt. Ziel der Operation "Phoenix" sei es auch, die Straßen der Armenviertel Cité Soleil, Martissant und Bel Aire von Müll und Trümmern zu reinigen.

Haiti, das ärmste Land Amerikas, leidet immer noch an den Folgen des Erdbebens vor eineinhalb Jahren, bei dem über 220.000 Menschen den Tod fanden. Zudem hat das Land die seit Oktober vergangenen Jahres grassierende Cholera noch nicht im Griff.

Nach jüngsten Regierungsangaben sind bisher über 5600 Menschen gestorben, fast 400.000 erkrankten. Jeden Tag kommen laut Gesundheitsministeriums über 800 Neuinfektionen hinzu.


Erschwert wird die Situation auch dadurch, dass der vor zwei Monaten vereidigte neue Präsident Michel Martelly bisher nicht in der Lage war, einen Regierungschef einzusetzen. Das von der Opposition dominierte Parlament hat Martellys Kandidaten bisher abgelehnt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »