Ärzte Zeitung, 18.10.2013
 

Nordosten

Höhere Vergütung für Krankenpflege

In drei Stufen werden die Vergütungssätze für die Krankenpflege in Mecklenburg-Vorpommern angehoben.

SCHWERIN. Die Vergütungssätze für die häusliche Krankenpflege in Mecklenburg-Vorpommern steigen in mehreren Stufen deutlich. Darauf haben sich die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Krankenkassen AOK Nordost, IKK Nord, BKK-LV NORDWEST, Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse geeinigt.

Danach steigen die Vergütungssätze für die rund 200 Dienste ab Oktober um vier Prozent, ab Januar um weitere 1,3 Prozent und ab Juli nochmals um vier Prozent. In 2015 ist dann eine Erhöhung um die Grundlohnsummensteigerung vorgesehen.

Gekoppelt ist diese Erhöhung an die Zahlung von Mindestgehältern für die Beschäftigten. Diese orientieren sich an den Lohnuntergrenzen verschiedener in Mecklenburg-Vorpommern üblicher Tarife und Arbeitsvertragsrichtlinien.

AOK-Vorstandschef Frank Michalak sieht damit das Ziel, die Arbeit der Pflegedienstmitarbeiter aufzuwerten, als erreicht an.

"Mit dem aktuellen Ergebnis der Vergütungsverhandlungen erkennen wir ausdrücklich das Engagement der Pflegekräfte in ihrer täglichen Arbeit an. Gleichzeitig bietet es für die Pflegeanbieter eine wirtschaftliche und leistungsgerechte Vergütung", sagte er.

2012 hatte es im Nordosten eine Monate lange Auseinandersetzung um die Bezahlung in der häuslichen Krankenpflege gegeben. Deshalb hatte man sich auf ein pflegewissenschaftliches Gutachten als Grundlage für zukünftige Entgeltverhandlungen geeinigt. Dieses Gutachten steht noch aus. Beide Seiten betonten, dass daran weiterhin gearbeitet werden soll. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Digitalisierung – Ärzte zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Viele Ärzte im Krankenhaus verbinden mit der Digitalisierung die Hoffnung auf Arbeitserleichterungen. Zugleich beklagen sie mangelhafte Vorbereitung und Umsetzung, so eine Umfrage. mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »