Ärzte Zeitung, 29.01.2014

Kommentar zur Allgemeinmedizin

Lichtblicke am Horizont

Von Dirk Schnack

Endlich gute Nachrichten für die Allgemeinmedizin im Nordosten: Die Zahl der Weiterbildungsassistenten nimmt zu. Nach jahrelangen Negativ-Schlagzeilen mehren sich die Anzeichen, dass sich die Lage in der hausärztlichen Versorgung zumindest nicht noch weiter verschärfen wird.

Mehr Weiterbildungsassistenten bedeuten zwar nicht zwangsläufig mehr Praxisnachfolger, aber die Verantwortlichen im Nordosten haben ihre Hausaufgaben gemacht: Die Honorare stimmen, KV und Kliniken koordinieren die Weiterbildung und die Unis interessieren den Nachwuchs früh für das Fach.

Dass es in einigen Jahren die gewünschte Anzahl von Hausärzten geben wird, bleibt dennoch illusorisch. Denn selbst wenn es gelingen sollte, jede Praxis nachzubesetzen, was nicht der Fall sein wird - die Hausärzte werden dem steigenden Anspruchsverhalten und der zunehmenden Morbidität ihrer Patienten nicht überall gerecht werden können.

Und die breite Auswahl an Stellen wird junge Ärzte weiter kritisch jeden Standort prüfen lassen, was er neben den Arbeitsbedingungen noch bietet - und hier scheiden viele Regionen im Nordosten wegen ihrer Defizite in der Infrastruktur schnell aus der engeren Wahl aus.

Hausärzte werden also auch künftig im Nordosten gesucht und sie werden sich nicht über ausbleibende Patienten beschweren.

Lesen Sie dazu auch:
Allgemeinmedizin: Licht am Ende des Tunnels im Nordosten

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