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Allgemeinmedizin

Licht am Ende des Tunnels im Nordosten

Die Maßnahmen der letzten Jahre tragen erste Früchte: Immer mehr Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern machen ihre Weiterbildung in der Allgemeinmedizin. Trotzdem bleibt die Lage angespannt.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:
Medizincampus in Rostock: Auch der dortige Lehrstuhl für Allgemeinmedizin scheint zu wirken.

Medizincampus in Rostock: Auch der dortige Lehrstuhl für Allgemeinmedizin scheint zu wirken.

© Bernd Wüstneck / dpa

SCHWERIN. Silberstreif am Horizont für die Hausärzte im Nordosten: Das Interesse an der Allgemeinmedizin steigt. Es entscheiden sich wieder mehr junge Ärzte für eine Weiterbildung in diesem Fach.

94 Ärzte befanden sich im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr zuvor lag die Zahl noch bei 73, in 2001 nur bei 63.

Die KV führt das steigende Interesse auf ein Maßnahmenbündel zurück, zu dem auch die Verbundweiterbildung gehört. Dafür arbeitet die KV mit inzwischen 19 Krankenhäusern im Land zusammen. Viele Häuser zeigen nach Angaben der KV inzwischen "großes Engagement" bei der Weiterbildung von Allgemeinmedizinern.

Viele hätten zusätzliche Stellen dafür geschaffen, allein in Rostock und Neubrandenburg sind jeweils fünf neue Stellen hinzugekommen. Auch die Ärztenetze können sich einbringen.

Kürzlich wurde eine Vereinbarung im Osten des Landes geschlossen, für die niedergelassene Ärzte des HaffNet und des Ameos Klinikums Ueckermünde bei der Verbundweiterbildung kooperieren.

Die KV hat eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die landesweit interessierte Ärzte individuell berät. Sie informiert über die Ausbildungsabschnitte und mögliche Ausbildungsstätten, damit keine Leerzeiten eintreten. Auch die finanzielle Förderung dürfte zum wachsenden Interesse beitragen.

Schon Studenten erhalten Unterstützung in der Famulatur, im PJ und bei anfallenden Fahrtkosten für Kleingruppenseminare und Blockpraktika in Landarztpraxen. Nach bestandener Facharztprüfung können Hausärzte in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 50.000 Euro als Investitionskostenzuschuss erhalten und mit Honorarumsätzen rechnen, die deutlich über dem Bundesschnitt liegen.

Weiterer wichtiger Baustein sind die beiden Lehrstühle für Allgemeinmedizin. In Rostock und Greifswald werden Studierende früh über die Hausarzttätigkeit informiert.

Noch lässt sich nicht abschätzen, ob das wachsende Interesse zu mehr Übernahmen von Hausarztpraxen führt. Besonders in Vorpommern berichten Landärzte von Problemen bei der Nachfolgersuche.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Lichtblicke am Horizont

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