Ärzte Zeitung, 12.10.2016

Flüchtlinge

Vivantes bildet Pflegehelfer aus

BERLIN. Der kommunale Berliner Klinik- und Pflegeheim-Konzern Vivantes bildet Flüchtlinge zu Pflegehelfern aus. Der erste Pflegebasiskurs mit 15 Teilnehmern aus Syrien, Afghanistan und Pakistan beginnt am 1. November.

In neun Monaten erlernen die Azubis theoretische und praktische Grundlagen der Pflege. Mit dem Zertifikat können sie als Pflegehelfer arbeiten oder eine dreijährige Berufsausbildung in der Krankenpflege am Vivantes Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen (IbBG) beginnen.

"Die meisten Geflüchteten haben schon viel erlebt, sind bereits etwas älter und haben oft eine gute Ausbildung. Viele haben Brüche in ihrer Biographie und schwere Schicksale. Sie sind hoch motiviert und sehr gut für die Weiterbildung geeignet", meint Ruth Meyer-Gohde, Leiterin Zentrale Organisation im Vivantes IbBG.

Sie verweist darauf, dass Vivantes Pflegekräfte brauche. "Auszubildende aus anderen Nationen bringen Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen mit", so Meyer-Gohde weiter.

Deutschkenntnisse auf Niveau B1 müssen die Azubis aberbereits mitbringen. Außerdem brauchen sie einen Bildungsgutschein der Arbeitsagentur und die "rote Karte" des Gesundheitsamtes über eine absolvierte Belehrung zur Lebensmittelpersonalhygiene.

Die IbBG von Vivantes bildet derzeit 867 junge Menschen aus, davon 747 in den Pflegeberufen. Sie kommen qaus 28 verschiedenen Nationen. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

Hausärzte zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »