Ärzte Zeitung, 14.01.2015

Telematik

Papierloser Kontakt zum Labor

Weniger Papierkram bei der Laboranforderung: In Schleswig-Holstein ist jetzt ein Pilotprojekt zum Online-Versand von Laboraufträgen gestartet.

LAUENBURG. Digital erstellen und abspeichern lassen sich Aufträge an den Laborverbund LADR (Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung e.V.) bereits. Nun sollen sie auch digital verschickt werden können.

Partner des Feldversuchs sind die KV Schleswig-Holstein, das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg (PNHL), die LADR-Gruppe sowie der Telematik-Dienstleister DGN (Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH).

Die Partner seien daran interessiert, heißt es in einer Mitteilung, "dass sich die papierlose Laboranforderung zur Standardanwendung entwickelt".

"Unser Ziel ist es, zum Bürokratieabbau bei unseren einsendenden Praxen beizutragen", erläutert LADR-Geschäftsführer Professor Jan Kramer das Vorhaben.

"Zudem sind wir frühzeitig über Art und Umfang der eintreffenden Aufträge informiert, können unsere Abläufe besser einteilen und im Gegenzug die Praxen zügig über den Verarbeitungsstatus ihrer Proben informieren."

Erstellt werden die Laboraufträge mittels des zertifizierten KV-SafeNet-Zugangsgerätes "DGN GUSbox M2". Anschließend werden sie via KV-SafeNet automatisch an das Labor verschickt.

Damit die digitalen Laboraufträge rechtsgültig sind, signiert der Arzt die Dateien mindestens einmal pro Quartal elektronisch. Das geschehe wahlweise mit seinem eArztausweis oder einer anderen qualifizierten Signaturkarte, heißt es.

Die Teilnehmer des Pilotprojekts würden mit qualifizierten Signaturkarten ausgestattet, die über eine Stapelsignaturfunktion verfügen, sodass sie bis zu 254 Laboraufträge mit nur einer PIN-Eingabe legitimieren können. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »