Ärzte Zeitung online, 29.03.2017

Telematikinfrastruktur

KV-Connect wird Teil der Datenautobahn

BERLIN. Noch in diesem Jahr soll der KV-eigene Kommunikationskanal KV-Connect für den Einsatz über die Telematikinfrastruktur (TI) zertifiziert werden. Mit der Zertifizierung sei dann auch dauerhaft die Abrechnung des elektronischen Arztbriefes (E-Arztbrief) via KV-Connect für Vertragsärzte möglich. Diese Zusage erteilte Norbert Paland, im Bundesgesundheitsministerium (BMG) zuständig für Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematikanwendungen, Ärzten und Industrie auf dem 3. Partnermeeting der KV Telematik GmbH (KVTG).

"Der Verbreitung der TI wird es helfen, dass nun mit KV-Connect ein bereits funktionierender und bundesweit etablierter Kommunikations-dienst mit einer Vielzahl erprobter Anwendungen von Anfang an mit dabei ist", sagte Armin Flender, Geschäftsführer des Telematik-Dienstleisters Deutsches Gesundheitsnetz (DGN).

Die KVTG ist als Tochtergesellschaft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Betreiberin des KV-eigenen Kommunikationskanals. Von Mitte 2015 bis Ende 2016 hatte sie gemeinsam mit 26 Arztnetzen einen Feldtest zur schnellen Kommunikation via KV-Connect durchgeführt. Nun präsentierte sie die Auswertung: Rund 700 Ärzte aus Praxis und Klinik haben demnach über anderthalb Jahre mehr als 115.000 E-Arztbriefe erfolgreich versendet. Die teilnehmenden Ärzte würden insbesondere die verbesserte Zusammenarbeit mit den Kollegen und die Interoperabilität des E-Arztbriefes – also den nahtlosen Austausch unabhängig vom eingesetzten Praxisverwaltungssystem – schätzen, heißt es.

"KV-System und Softwareindustrie haben mit dem E-Arztbrief per KV-Connect Interoperabilität gemeinsam auf eine neue Stufe gehoben", lobte daher auch Dr. Thomas Kriedel, neues drittes Mitglied im KBV-Vorstand.(reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »