Ärzte Zeitung online, 02.02.2018

Anlagen-Kolumne

Anleihen bieten jetzt Chanen

Von Jens Ehrhardt

Wenn bei Bundesanleihen die Rendite steigt, dann heißt das im Umkehrschluss, dass die Kurse gefallen sind. Innerhalb weniger Tage sind die Kurse nun um mehr als drei Prozent gefallen. Wer zuvor mit einer 0,3 Prozent-Rendite zufrieden war, dem dürften mehr als drei Prozent Kursrückgang das persönliche Risikobudget strapazieren. Ursachen gibt es zahlreiche für diese Entwicklung.

Wichtige Gründe wie die starke Konjunktur, die anziehende Inflationserwartungen und rückläufige Notenbankkäufe werden zunächst noch anhalten. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit für weiter fallende Anleihenkurse (bzw. steigende Renditen) weiter gegeben. Insgesamt sind selbst 0,7 Prozent Rendite ein ungewöhnlich geringes Niveau und der aktuellen konjunkturellen Lage nicht angemessen.

Die Aktien sind in den letzten Tagen allerdings ebenfalls unter Druck geraten, wenngleich der Jahresstart im Dax mit zwei Prozent im Januar noch einen kleinen Gewinn brachte. Für den Schwächeanfall der letzten Tage gibt es ebenfalls mehrere Gründe.

Zum einen war die Stimmung durch den positiven Jahreswechsel sehr aufgeladen und die Sorglosigkeit nahm überhand, auf der anderen Seite steigt der Euro zuletzt deutlich (auf 1,25 zum US-Dollar), was insbesondere den hiesigen Exportunternehmen zu schaffen macht.

Trotz dessen die Euro-Entwicklung nicht gänzlich überraschend verläuft – immerhin ist der Kurs sekündlich nachvollziehbar – zeigen sich die Marktteilnehmer regelmäßig immer wieder überrascht, wenn bei Vorlage der Unternehmensberichte die Wechselkursentwicklung für Gegenwind sorgt.

Nun stellt sich an dieser Stelle die Frage, was soll man als Investor tun? Für denjenigen, der noch keine Anleihen besitzt, sind steigende Renditen eine Chance, zu besseren Kursen einsteigen zu können. Hier heißt es noch abwarten und dann zugreifen.

Der unabhängige Fondsmanager Dr. Jens Ehrhardt erreicht mit seinen Fonds immer wieder Spitzenplätze unter den Vermögensverwaltern.

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