Ärzte Zeitung, 12.05.2010

Bayern fordert Strafzins für Steuer-Selbstanzeige

MÜNCHEN (dpa). Bayern möchte Steuersündern das Leben erschweren und ihnen einen zusätzlichen Strafzins für Selbstanzeigen aufbrummen. Einen entsprechenden Änderungsvorschlag will die Staatsregierung Ende Juni in den Bundesrat einbringen. Nach den Vorstellungen von Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) sollen Selbstanzeigen zwar straffrei bleiben, reuige Steuersünder aber alljährlich einen Zuschlag von drei Prozent auf die hinterzogene Summe zahlen müssen. Ziel sei es, "einen Missbrauch der Selbstanzeige zu verhindern", erklärte Fahrenschon.
Bisher müssen Steuersünder einen Jahreszins von sechs Prozent zahlen, wenn sie sich nachträglich bei den Finanzämtern melden. Der von Fahrenschon vorgeschlagene drei-Prozent-Zuschlag soll hinzukommen. Die Debatte um den Ankauf von Steuersünder-Daten hatte bundesweit eine Flut von Selbstanzeigen nach sich gezogen.

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10479)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »