Ärzte Zeitung, 25.11.2010

Internet-Forum

Die Schweiz ist vor Inflation nicht gefeit

Ein Leser fragt im Internet-Forum "Beruf und Finanzen" bei Springer-Medizin.de: Zur Absicherung von Währungsrisiken denke ich über eine Kapital-Lebensversicherung in der Schweiz nach. Ist so etwas für deutsche Staatsbürger möglich? Ist es sinnvoll?

Antwort des Experten Rene Hermanns: Um eine Versicherung in Schweizer Franken abschließen zu können, muss der Antragssteller unbedingt einen ständigen Wohnsitz in der Schweiz haben.

Ein deutscher Staatsbürger, der in der Schweiz wohnt, könnte somit bei einer schweizerischen Versicherungsgesellschaft eine Rentenversicherung bzw. eine Kapitallebensversicherung in Schweizer Franken abschließen.

Ist der Wohnsitz jedoch in Deutschland, so kann eine diesbezügliche Versicherung nicht beantragt werden. Schweizerische Versicherungsgesellschaften verlangen unbedingt einen ständigen Wohnsitz in der Schweiz, da dies eine gesetzliche Bestimmung dort ist.

Eine Versicherung in Schweizer Franken zur Absicherung von Währungsrisiken ist aus unserer Sicht nicht ökonomischer als eine Versicherung in Euro. Denn auch die Währung der Schweiz kann sich einer möglicherweise höheren Inflationen nicht entziehen.

Welche Währung eine geringe Inflation bei Ablauf der Versicherung vorweisen wird, kann man nicht vorhersagen. Um Währungsrisiken abzusichern, bieten die Versicherungsgesellschaften das Instrument einer Dynamikvereinbarung an.

Hier würde der Beitrag jedes Jahr um einen gewissen Prozentsatz angehoben, damit die Leistung zum Ende der Vertragslaufzeit die gleiche Kaufkraft aufweisen kann, wie seinerzeit angenommen.

Haben Sie Fragen zum Thema professionelle Vermögensverwaltung? Die Experten der apoBank helfen weiter: www.springermedizin.de/berufundfinanzen

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10961)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

Kein Frühstück = höheres Diabetes-Risiko

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko für Diabetes. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Gutachter schlagen neuen Pflege-TÜV vor

Weg mit den umstrittenen Pflegenoten, ist das Ziel eines neuen Pflege-TÜVs. Im Mittelpunkt soll nicht mehr die Dokumentation stehen, sondern die Ergebnisqualität stehen. mehr »