Ärzte Zeitung, 03.02.2009

Klinikpersonal probt Ausstand

BERLIN (hom/dpa). Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder sind tausende Angestellte in Warnstreiks getreten. "Wir gehen diesmal bundesweit, aber punktuell vor", sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft verdi der "Ärzte Zeitung".

Seinen Angaben zufolge beteiligten sich auch Mitarbeiter aus Landeskliniken in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) an den Arbeitsniederlegungen. In der niedersächsischen Landeshauptstadt fand die zentrale Gewerkschaftskundgebung statt.

Mit ihren Aktionen wollen die Gewerkschaften vor der nächsten Tarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verdi fordert acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wies die Forderung als nicht verhandelbar zurück. Am 14. und 15. Februar kommen die Tarifpartner zu einer weiteren Verhandlungsrunde in Potsdam zusammen. Für die Ärzte an Universitätskliniken verhandelt der Marburger Bund separat mit den Ländern. Gefordert wird eine Gehaltssteigerung von neun Prozent.

Topics
Schlagworte
Klinik-Management (11422)
Organisationen
MHH (758)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »