Ärzte Zeitung online, 16.02.2012

Wieder MRSA an Freiburger Uniklinik

FREIBURG (dpa). In der Frühgeborenen-Intensivstation der Uniklinik Freiburg ist bei zwei weiteren Kindern der lebensbedrohliche Krankenhauskeim MRSA entdeckt worden.

Die Klinik bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Badischen Zeitung" und korrigierte damit frühere Angaben.

Die beiden Säuglinge seien jedoch nicht infiziert, sondern hätten den Erreger lediglich auf der Haut aufgewiesen. Der Keim wurde damit bei sechs der insgesamt zwölf Frühgeborenen auf der Station gefunden.

Bei fünf von ihnen wurde er auf der Haut entdeckt. Ein weiteres Kleinkind trug den Erreger in sich und galt damit als infiziert.

Den Angaben zufolge ist es bei zwei der MRSA-Betroffenen gelungen, den Erreger auf der Haut zu entfernen. Das infizierte Kind sei mit einem speziellen Antibiotikum behandelt worden, es gehe ihm gut. Es gelte nicht mehr als infiziert.

Anfang Februar hatte die Klinik von MRSA-Stämmen auf der Neugeborenenstation berichtet. Am Mittwoch hatte sie den vor zwei Wochen verhängten Aufnahmestopp für die Frühgeborenen-Intensivstation wieder aufgehoben.

Die Station betreut Kinder, die vor der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Wie der Klinikkeim auf die Station kam, ist den Angaben zufolge unklar.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

TSVG-Dialog mit offenem Ende

Jens Spahn (CDU) und Vertreter der Ärzteschaft haben beim mit Spannung erwarteten Dialog in Berlin die Klingen gekreuzt. Am Ende blieben Perspektiven für Kompromisse. mehr »

Impfmuffel gefährden globale Gesundheit

Mangelnde Impfbereitschaft zählt laut der WHO zu den gegenwärtig größten Gesundheitsrisiken der Welt. mehr »

Varizellen-Impfung – ein Segen für Kinder

Seit 2004 wird allen Kindern die Impfung gegen Windpocken empfohlen. Der Schutz ist eine Erfolgsgeschichte: Die Krankheit wurde zurückgedrängt und mögliche schwere Komplikationen werden vermieden. mehr »