Ärzte Zeitung online, 27.04.2012

Kliniken achten besser auf Hygiene

Berlin (dpa). Deutsche Kliniken achten nach Einschätzung des Bündnisses "Aktion saubere Hände" besser auf Hygiene, um Nosokomialinfektionen zu vermeiden.

Messlatte dafür ist der steigende Verbrauch von alkoholischen Desinfektionsmitteln zum Händewaschen, teilte das Bündnis am Donnerstag in Berlin mit.

Seit 2008 sei dieser Verbrauch in 159 Krankenhäusern um ein gutes Drittel gestiegen. Darüber hinaus hätten viele Kliniken auch Patientenzimmer mit den Seifenspendern ausgestattet.

Inzwischen nehmen mehr als 980 Gesundheitseinrichtungen an der Aktion teil, darunter auch Pflegeheime. Sie müssen ihren Verbrauch von Händeseifen jährlich melden.

In Deutschland gibt es nach Angaben des Bündnisses pro Jahr rund 500.000 Fälle von in Krankenhäusern erworbenen Infektionen, die zu zusätzlichen Komplikationen bis hin zu Todesfällen führen können.

In Europa sterben nach Schätzungen rund 50.000 Menschen jährlich an Erregern, die sie erst im Krankenhaus bekommen haben. Die bundesweite Aktion setzt sich seit 2008 für verbesserte Krankenhaushygiene ein und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »