Ärzte Zeitung, 28.03.2014

Charité

Rücktritt wegen Bilanzaffäre?

BERLIN. Die Drittmittelaffäre an der Berliner Uniklinik Charité nimmt kein Ende. Nun gibt es Spekulationen um einen Rücktritt von Dekanin Professor Annette Grüters-Kieslich.

Sie soll mit diesem Schritt gedroht haben, weil der kaufmännische Leiter der Fakultät Gerrit Fleige von seinen zentralen Aufgaben entbunden wurde.

"Herr Dr. Fleige wurde bis zur Vorlage des Ergebnisses der Tiefenprüfung aus den wesentlichen Prozessen herausgenommen", bestätigte Charité-Sprecher Uwe Dolderer der "Ärzte Zeitung". Einige Professoren kritisierten die Suspendierung als Vorverurteilung.

Dem Vernehmen nach war das nicht das erste Mal, dass die Charité-Dekanin mit Rücktritt gedroht hat.

 Weil 35 Millionen Euro nicht ausgegebene Overheadpauschalen aus Drittmittelförderung über Jahre hinweg als Verbindlichkeiten statt als Gewinnrückstellung verbucht wurden, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines Bilanzierungsdeliktesgegen Europas größte Uniklinik. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Die Therapiekünste eines Kung-Fu-Meisters

Ein Kampfsportler stößt mit seinem Gesundheitskonzept bei Medizinern auf Interesse. Ein Arzt ist sogar geneigt, von einem Wunder nach der Therapie durch Chu Tan Cuong zu sprechen. mehr »