Ärzte Zeitung, 05.09.2016

Klinikmanagement

Buhlen um internationale Patienten

Das Uniklinikum Heidelberg profitiert von Medizintouristen. Nun soll noch stärker in Quellmärkten geworben werden.

HEIDELBERG. Das Uniklinikum Heidelberg erfreut sich eines steigenden Zuspruchs durch Medizintouristen aus dem Ausland. 2015 wurden laut der Heidelberg Marketing GmbH 3500 Patienten aus dem Ausland am Klinikum medizinisch versorgt.

Ein hoher Anteil von ihnen komme zur Behandlung schwerer onkologischer, orthopädischer und pädiatrischer Erkrankungen. Heidelberg ziehe vor allem Patienten aus Russland und den arabischen Golfstaaten an.

Die Marketinggesellschaft wirbt auf dem internationalen Tourismusmarkt nach eigenen Angaben gezielt für die Spitzenmedizin in der Neckarstadt. So informiert die kürzlich in überarbeiteter Neuauflage erschienene Medizinbroschüre in den Sprachen Englisch, Russisch und Arabisch internationale Gäste umfassend über einen krankheitsbedingten Aufenthalt in Heidelberg.

Da viele Patienten mit Angehörigen anreisten und oft über mehrere Wochen in Heidelberg blieben, stellt die Broschüre nicht nur die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten am Uniklinikum vor, sondern informiert auch über geeignete Unterkünfte sowie mögliche Freizeitaktivitäten für die Familienangehörigen.

Beim Medizintourismus will Heidelberg noch mehr Potenzial ausschöpfen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Agentur gemeinsam mit dem Uniklinikum und Heidelberger Hotels das "Marketingprogramm Internationale Patienten" ins Leben gerufen. Die Märkte Russland und arabische Golfstaaten würden mit gezielter Pressearbeit und speziellen Werbeaktionen bearbeitet. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »