Ärzte Zeitung online, 21.06.2018

Nicht indizierte Medikation?

Hunderte Briten in Klinik durch Opioide gestorben

HAMPSHIRE. Unnötig verabreichte Opioide haben einer Untersuchung zufolge das Leben von bis zu 650 Patienten in einer britischen Klinik verkürzt. Die Medikamente seien ohne medizinische Rechtfertigung und in zu hohen Dosen verabreicht worden, wie aus einem Report über das Gosport War Memorial Hospital im südenglischen Hampshire hervorgeht.

Für den Bericht waren mehr als eine Million Dokumente ausgewertet worden. Bei mehr als 450 Menschen konnte dem Bericht zufolge ein klarer Zusammenhang zwischen den Opioiden und frühzeitigen Todesfällen nachgewiesen werden. Bei weiteren etwa 200 Fällen zwischen den Jahren 1989 und 2000 halten die Experten dies für wahrscheinlich. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

In welchem Alter die Lust an Bewegung schwindet

Kinder bewegen sich viel, rennen und toben gerne. Das ändert sich, wenn sie älter werden. Bislang dachte man, dass der Wandel mit der Pubertät einsetzt – doch weit gefehlt. mehr »

Dicke Luft um Grenzwerte

In die Debatte um gesundheitliche Auswirkungen von Luftschadstoffen haben sich weitere Politiker und Ärzte eingeschaltet. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sieht keinen Anlass, die Grenzwerte zu verändern. mehr »

Wenn Männer mehr als zwei Hoden haben

Überzählige Hoden sind meist asymptomatisch. Bei einem jungen Mann mit akutem Skrotum machten australische Urologen jetzt einen überraschenden Zufallsbefund. mehr »