Ärzte Zeitung, 12.01.2016

Brustimplantate

Silimed hofft auf Erklärung der Konformität

FELSBERG. Der weltweit drittgrößte Brustimplantatehersteller Silimed aus Brasilien rechnet damit, dass seine Produkte im Laufe des Jahres wieder in Deutschland verfügbar sind.

Das sagte Burkhard Reis, Geschäftsführer des deutschen Vertriebspartners Triconmed aus Felsberg im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Hintergrund ist eine Suspendierung der CE-Freigabe für den europäischen Markt durch den TÜV Süd. Dieser hatte im September 2015 in seiner Funktion als Benannte Stelle im Zuge einer unangekündigten Überprüfung der Produktionsstätte in Brasilien auf einem Brustimplantat durch ein schweizerisches Labor Ablagerungen im Nanometerbereich festgestellt und in Abwesenheit eines Grenzwertes das Aussetzen der Konformitätserklärung für den Geltungsbereich des CE-Kennzeichens für drei Monate verfügt.

Nachdem eine Produktionsstätte niedergebrannt und wieder aufgebaut worden sei, könne nun wieder produziert werden, so Reis. Der TÜV Süd werde für Mitte Februar zu einer angekündigten Überprüfung erwartet. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »