Ärzte Zeitung online, 28.02.2014

Gewebediagnostik

Automatisierung gewinnt an Akzeptanz

FRANKFURT/MAIN. Das wachsende Volumen an Diagnosetests in Krankenhäusern weltweit sorgt für Dynamik im globalen Markt für Gewebediagnostik.

Zudem begünstigt der Mangel an Pathologen, die in der Lage sind, solche Tests durchzuführen, die Automatisierung von anatomisch-pathologischen Laboratorien und treibt die Marktentwicklung dadurch weiter an. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan.

Der Erhebung zufolge erwirtschaftete der Weltmarkt für Gewebediagnostik im vorvergangenen Jahr einen Umsatz von 2,39 Milliarden US-Dollar und werde voraussichtlich bis 2017 auf bis zu 3,45 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Automatisierte Gewebediagnostik gewinnt laut Frost & Sullivan aufgrund verbesserter technischer Test-Leistungsmerkmale an Akzeptanz, wodurch wiederum Kosten für Reagenzien als auch die Testzeit reduziert würden.

Zu erwartende technologische Verbesserungen in den nächsten drei Jahren, schnellere Durchlaufzeiten, höherer Durchsatz sowie einfachere Handhabung würden die Akzeptanz nach Ansicht der Unternehmensberater vorantreiben.

Die Weiterentwicklungen in den Einfärbungstechnologien schafften zudem die Möglichkeit, Mutationen kostengünstig auszuwerten - und zwar mehrere in einem einzigen Test.

"Die Verfügbarkeit von gewebebasierten diagnostischen Begleittests ist vor allem für den amerikanischen und europäischen Markt ein weiterer wichtiger Katalysator", kommentiert Divyaa Ravishankar, bei Frost & Sullivan Analystin Life Sciences Industry.

"Da Partnerschaften bei den diagnostischen Begleittests immer öfter vorkommen, hat die Annäherung innerhalb der Branche dazu geführt, dass die Gewebediagnostik bei den meisten Pharmaunternehmen in das In-vitro-Diagnostik-Porfolio aufgenommen wurde", so Ravishankar weiter. (maw)

Topics
Schlagworte
Medizintechnik (994)
Organisationen
Frost & Sullivan (23)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »