Ärzte Zeitung, 12.10.2015

Forschung

Innovative Hörkontaktlinse in Entwicklung

Das Bundesforschungsministerium fördert die Entwicklung einer neuartigen Hörkontaktlinse.

RHEINE. Der Medizintechnikanbieter auric Hörsysteme arbeitet nach eigenen Angaben an der Entwicklung einer neuartigen Hörkontaktlinse. Dabei handele es sich um ein Im-Ohr-Gerät , das für die Außenwelt unsichtbar im Gehörgang verschwindet. Die Hörhilfe soll geeignet sein für gering bis hochgradig Schwerhörige.

"Wir gehen davon aus, dass mit der Hörkontaktlinse ein zentrales Problem Hörgeschädigter gelöst werden kann: Die Verbesserung des Sprachverstehens - in Ruhe und beim Vorliegen von Umgebungsgeräuschen", erläutert auric-Geschäftsführer Hans-Dieter Borowsky.

Für die Hörkontaktlinse, die sich durch eine bisher nicht erreichte Miniaturisierung und hohen Tragekomfort auszeichnen solle, entwickle die Forschergruppe einen neuartigen Piezoaktor.

An dem auf fünf Jahre angelegten Projekt beteiligen sich laut auric die Universitäts-HNO-Klinik Tübingen und die Technische Universität Berlin. Das Bundesforschungsministerium fördere die Prototyp-Entwicklung der Hörkontaktlinse mit rund 1,5 Millionen Euro, auric seinerseits steuere einen Eigenanteil in Höhe von zirka einer Million Euro bei. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Sind Light-Getränke nützlich oder schädlich fürs Herz?

Light-Getränke sind in Verruf gekommen, dick zu machen und Diabetes zu fördern. US-Experten nehmen Stellung zur Herzgesundheit von zuckerfreien Drinks - und differenzieren. mehr »

EU-Bürger im Brexit-England nur noch "Second Class"

Jetzt geht der Brexit offenbar in seine fiese Phase: Wer als EU-Bürger auf der Insel bleiben will, soll es nicht leicht haben, meint das britische Innenministerium. Was heißt das? mehr »

Weniger Salz? Studie nährt Zweifel an WHO-Empfehlungen

Die WHO rät derzeit, nicht mehr als 5 g Kochsalz mit der täglichen Kost aufzunehmen. Diese Empfehlung scheint nach den Daten einer großen Studie übertrieben zu sein. mehr »