Ärzte Zeitung App, 07.10.2014

DGSPJ

Jugend- und Gesundheitshilfe besser vernetzen

LEIPZIG. Kinder der untersten Bildungs- und Sozialschichten sind dreimal stärker gefährdet, an sprachlichen, motorischen oder verhaltensmäßigen Störungen zu leiden als Kinder aus den obersten Bevölkerungsschichten.

Nach Ansicht von Dr. Carsten Wurst, Tagungspräsident der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ), stehen Antworten seitens der Gesundheitspolitiker aus. Neu sei dieser Zusammenhang nicht, neu sei die "epidemische Häufung".

So beobachteten Sozialpädiater zunehmend bei Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status funktionelle Störungen der kognitiven Entwicklung, psychische Krankheiten und psychosomatische Störungsbilder sowie Substanzabhängigkeiten aller Art.

Für überfällig hält er eine bessere Vernetzung der Jugend- und Gesundheitshilfe sowie eine bessere Abstimmung mit der Frühförderung und Bildungseinrichtungen. Ärzte sollten enger in solche vernetzten Modelle einbezogen werden. (ras)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »