Ärzte Zeitung, 04.05.2010

Kommentar

Zukunftssicherung via Praxis-Website

Von Jürgen Lutz

Ein Check im Internet bringt es an den Tag: Nur wenige Hausärzte in Dörfern oder kleinen bis mittelgroßen Städten legen Wert auf eigene Praxis-Websites. Insbesondere Ärzte auf dem Land fragen sich vermutlich, warum sie "Werbung" machen sollen, wenn die eigene Praxis schon überlaufen ist und ihre letzte 40-Stunden-Woche Jahre zurückliegt.

Doch ein solches Denken greift zu kurz. Denn erstens geht es bei Praxis-Websites nicht um Werbung, sondern um eine glaubwürdige, verlässliche Darstellung der eigenen Tätigkeit. Ein solcher seriöser Einblick in die ärztlichen Leistungen schafft Vertrauen und stärkt die Patientenbindung. Zweitens nutzen immer mehr Patienten das Internet, um sich zu informieren und Entscheidungen zu treffen. Mit einer Praxis-Website haben vorausschauende Ärzte die vielleicht kostengünstigste Möglichkeit in der Hand, um solche potenziellen Patienten zu erreichen. Und drittens können Websites, vor allem in Kombination mit Online-Terminkalendern, die Praxis entlasten. Denn: Wer sich im Internet über Sprechzeiten informiert, ruft nicht an; wer online einen Termin vereinbart, hängt nicht in der Warteschleife. Das entlastet Arzthelferinnen und gibt ihnen mehr Zeit für andere (umsatzträchtige) Leistungen.

Lesen Sie dazu auch:
Praxis-Website: Worauf kommt es an?

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alles dreht sich um die Ballaststoffe

Gegen die meisten Zivilisationskrankheiten gibt es offenbar ein simples Rezept: Ballaststoffe essen! Wer eine bestimmte Menge täglich isst, lebt länger, ergab eine Mega-Studie. mehr »

Der Brexit – Ein Politkrimi à la Shakespeare

Unser Londoner Korrespondent Arndt Striegler beobachtet das Brexit-Drama live vor Ort. Im britischen Unterhaus wird gerade ein politisches Endspiel inszeniert – weit weg von den realen Sorgen vieler Briten. mehr »

Portoerhöhung trifft Ärzte voll

Die Post will das Porto für Standardbriefe voraussichtlich zum 1. April 2019 erhöhen. Das Thema Arztbriefe will die KBV auch in die Verhandlungen mit den Kassen einbringen. mehr »