Ärzte Zeitung, 07.07.2010

Apple schlägt sich mit App-Betrüger herum

CUPERTINO/USA (dpa). Auch vom mobilen Zugang zum Internet versuchen Kriminelle zu profitieren. Apple hat am Dienstag einen Anbieter von kleinen Zusatzprogrammen für iPhone, iPod Touch und iPad gesperrt, weil er Nutzer betrogen haben soll. Eine Schadenssumme nannte der Konzern nicht. Thuat Nguyen steht im Verdacht, in Nutzerkonten eingedrungen und von ihm selbst angebotene Comic-Apps gekauft zu haben. Die Machenschaften waren aufgefallen, als Nguyens Werke plötzlich in die Top 50 der meistverkauften Apps hochschossen und zeitweise 42 Plätze belegten.
Der Fall wirft Fragen über die Sicherheit von Apples‘ App Store auf. Der Konzern riet in einer Mitteilung, dass sich geschädigte Nutzer an ihre Banken wenden sollten, um ihre Kreditkarte sperren zu lassen und das Geld zurückzubekommen.
Nach Angaben des "Wall Street Journal" gibt es inzwischen mehr als 100 Millionen Nutzerkonten. Das iPhone ist der Verkaufsschlager von Apple und Apps sind ein lukratives Zusatzgeschäft. Erst jüngst hatten die Kalifornierer die vierte Version des Smartphones herausgebracht.

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