Ärzte Zeitung, 15.05.2008

Attraktive Reisemedizin

Wer ausführlich berät, kann bis 120 Euro abrechnen

NEU-ISENBURG (eb). Angemessene Vergütungen für die reisemedizinische Beratung lassen sich für Allgemeinmediziner nach Ansicht von Reisemediziner Privatdozent Thomas Jelinek ohne Weiteres erzielen.

Dafür seien sie konsequent als Selbstzahlerangebot zu erbringen. Basierend auf der GOÄ könnten Ärzte ihren Patienten bis zu 120 Euro in Rechnung stellen. Dies sei vor allem mit Blick auf den Zeitaufwand gerechtfertigt. Denn eine ausführliche Anamnese könnte den Arzt durchaus zwei Stunden - und damit so viel Zeit wie eine homöopathische Erhebung - kosten.

Generell bewegen sich Ärzte vor allem beim Thema Reiseimpfung bei GKV-Patienten laut Jelinek auf recht unübersichtlichem Terrain. So gebe es höchst unterschiedliche Erstattungsregelungen für Patienten je nach Krankenkasse und KV.

Lesen Sie dazu auch:
120 Euro für Reiseberatung ist angemessen

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