Ärzte Zeitung, 30.05.2011

Hochwasserschutz: Versicherer legen Zonenkatalog offen

KÖLN (frk). Niedergelassene Ärzte können sich künftig besser darüber informieren, ob sie für ihr Wohnhaus oder ihre Praxis Versicherungsschutz gegen Hochwasser bekommen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) will Daten seines Zonierungssystems für Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) online zur Verfügung stellen.

Die Informationen sollen ab Ende 2012 oder Anfang 2013 für jedermann einsehbar sein. Bisher war das System Versicherern vorbehalten. Sie bestimmen mit Hilfe von ZÜRS, ob und zu welchem Preis sie einem Hausbesitzer eine sogenannte Elementarschadendeckung anbieten, die unter anderem bei Überschwemmungsschäden greift.

"Wir wollen ZÜRS der Bevölkerung in Deutschland zugänglich machen", sagt Thomas Vorholt, Vorsitzender des Projekts Klimawandel im GDV. Derzeit läuft ein Pilotprojekt mit Daten aus Sachsen.

Ärzte, die in stark hochwassergefährdeten Gebieten wohnen, haben Probleme, Versicherungsschutz gegen Überschwemmungen zu bekommen. Laut einer aktuellen Studie des GDV werden sich die Schäden durch Hochwasser von derzeit 500 Millionen Euro jährlich auf eine Milliarde Euro im Jahr 2100 verdoppeln.

Die Schäden stiegen nicht nur durch den Klimawandel, sondern seien auch hausgemacht, sagt Vorholt. Es gebe immer noch Überschwemmungsgebiete, in denen Bauland ausgewiesen werde.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum Welt-Diabetestag am 14. November zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »