Ärzte Zeitung, 28.04.2012

Wartezeiten für Studienplätze vor dem Kadi

KÖLN (iss). Die Wartezeiten auf einen Studienplatz in der Humanmedizin werden das Bundesverfassungsgericht beschäftigen.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (VG) hat den Verfassungsrichtern die Frage vorgelegt, ob die geltenden Regelungen gegen das Grundrecht auf freie Berufswahl und den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz verstoßen.

Drei Bewerber um einen Medizin-Studienplatz hatten gegen die Stiftung für Hochschulzulassung geklagt, weil sie trotz einer Wartezeit von sechs Jahren keine Zulassung erhalten hatten.

Das VG sah dadurch die Grenze des verfassungsrechtlich Zulässigen überschritten. Es gab in einem Eilverfahren den Studierenden zunächst recht und verpflichtete die Stiftung, ihnen vorläufig einen Studienplatz zu geben.

Das Oberverwaltungsgericht gab einer dagegen gerichteten Beschwerde der Stiftung statt. Das VG hat jetzt die Verfahren bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ausgesetzt.

Az.: 6 K 3656/11, 6 K 3659/11, 6 K 3695/11

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

CharityAward für Zahnarzt im Waschsalon

Mit dem CharityAward zeichnet Springer Medizin Engagement von Menschen aus, die sich ehrenamtlich um hilfsbedürftige Menschen kümmern. Die diesjährigen Preisträger sind nun gekürt worden. mehr »