Ärzte Zeitung online, 14.11.2018

Berlin

Neue Anklage wegen Pflegebetrugs

BERLIN. Um mindestens drei Millionen Euro sollen zwei Verantwortliche eines Berliner Pflegedienstes Kassen und Ämter geprellt haben.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat nun Anklage wegen gewerbsmäßigen Abrechnungsbetruges in 844 Fällen erhoben.

Der 60-jährigen Marina S. und dem 45-jährigen Jevgen B. wird vorgeworfen, zwischen April 2011 und Februar 2015 nicht erbrachte Pflegeleistungen abgerechnet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass dabei rund drei Millionen Euro Schmiergeld an Patienten geflossen sind, die im Gegenzug nicht erbrachte Leistungen als erbracht bestätigten.

Dieser Betrag wird in der Anklageschrift als Mindestbetrag des Abrechnungsbetrugs genannt. Er soll gerichtlich eingezogen werden.

Die an dem Betrug beteiligten Patienten werden den Angaben zufolge gesondert verfolgt. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bessere Versorgung nur mit weniger Kliniken möglich

Fast jedes zweite Krankenhaus sollte geschlossen werden, um die Versorgung zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. mehr »

Spahn will Pflegekräfte aus dem Kosovo

Gesundheitsminister Jens Spahn treibt die Zusammenarbeit mit dem Kosovo voran. Ziel ist es, Arbeitskräfte für den Pflegesektor in Deutschland anzuwerben. mehr »

Spahn trennt Medizinische Dienste vom Kassensystem ab

An diesem Mittwoch berät das Bundeskabinett über das MDK-Reformgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Neuer Streit ist programmiert. mehr »