Ärzte Zeitung, 25.10.2016

Arznei-Versandhandel

Windhorst plädiert für Verbot

KÖLN. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst macht sich für ein generelles Verbot des Versandhandels von Arzneimitteln stark und fordert vom Land Nordrhein-Westfalen ein entsprechendes Engagement im Bundesrat.

Nachdem der Europäische Gerichtshof das Rabattverbot bei verschreibungspflichtigen Medikamenten für ausländische Versender gekippt hat, sieht Windhorst die hiesigen Apotheken und Patienten gefährdet.

"Schon wieder könnten die Patienten in einem offenen Markt die Verlierer sein." Die informative und aufklärende Funktion der Apotheker, die zur Arzneimittelsicherheit beiträgt, und das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Apotheker fielen im Versandhandel weg.

"Durch die Rabatte können Versandapotheken die einheimischen Apotheker unterbieten und sind so die Gewinner und Nutznießer des offenen Marktsystems", sagt er. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »