Ärzte Zeitung, 23.01.2017

Rezeptbetrug

Apotheker und MFA machten Kasse

FRANKFURT/MAIN. Ein Apotheker aus dem Main-Taunus-Kreis und eine Medizinische Fachangestellte aus Frankfurt sollen jahrelang Rezepte gefälscht und damit fast eine Million Euro erbeutet haben. Berichten zufolge hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt jetzt Anklage wegen gewerbsmäßigen Betruges erhoben. Die MFA, die in einer Klinik beschäftigt war, habe Arztstempel, Rezeptvordrucke und Patientendaten gestohlen und damit die falschen Rezepte über meist hochpreisige Medikamente hergestellt, heißt es. Die Rezepte habe sie an den Apotheker verkauft – von 2008 bis 2011 mehr als 500. Die Sache sei aufgeflogen, nachdem auch für einen verstorbenen Patienten weiterhin Rezepte eingelöst wurden. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »