Ärzte Zeitung online, 21.04.2017

Apothekenmarkt

Umsatz rezeptfreier Produkte legt 2016 um vier Prozent zu

FRANKFURT/MAIN. Der deutsche Apothekenmarkt rezeptfreier Arzneimittel, Medizinprodukte und anderer Gesundheitsmittel einschließlich Kosmetika ist 2016 Jahr um vier Prozent auf 12,9 Milliarden Euro (zu effektiven Verkaufspreisen) gewachsen. Das Teilsegment der OTC-Arzneimittel legte unterdurchschnittlich zu – um drei Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Das meldet das Beratungsunternehmen Quintiles IMS. Demnach entfielen 81 Prozent der Verkäufe rezeptfreier Medikamente in Apotheken auf die Selbstmedikation, während die übrigen 19 Prozent auf ärztliche Verordnungen (Privatrezept, Grünes Rezept) zurückzuführen waren. Expansivstes Teilsortiment ist in den Apotheken derzeit die Freiwahl mit Nahrungsergänzungsmitteln und Augenpräparaten (in IMS-Terminologie "Gesundheitsmittel"). Hier nahmen die Umsätze 2016 um neun Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu. Dazu habe insbesondere der Versandhandel beigetragen, der mit Gesundheitsmitteln 22 Prozent mehr Umsatz verbuchte. Auch die Marktentwicklung im reinen OTC-Segment sei "vor allem über den Versand" getrieben, heißt es. Mit Kosmetika erlösten die Apotheken 2016 rund 1,5 Milliarden Euro (+4,0 Prozent) und mit Medizinprodukten knapp 2,8 Milliarden Euro (+3,0 Prozent).

Die Absatzmenge stieg in sämtlichen OTC- und Freiwahlkategorien deutlich schwächer – in Summe um ein Prozent auf 1,2 Milliarden Euro – als die Einnahmen , womit deren Wachstum hauptsächlich auf Preiseffekte zurückzuführen war. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Zwei Gläser Wein? Das lass lieber sein!

Wer täglich mehr als zwei Gläser Wein leert, hat ein erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Ob ein Komplettverzicht ratsam ist, bereitet Forschern noch Kopfzerbrechen. mehr »

Warum der Brexit körperlich krank macht

Übelkeit und Kurzatmig: Blogger Arndt Striegler hat mit seiner Hausärztin über seinen Gesundheitszustand und den Austritt aus der EU geredet – und einen Zusammenhang am eigenen Leib festgestellt. mehr »

Nach der Wahl muss Vernetzung auf die Agenda!

Gesundheitsminister Gröhe gibt einen Ausblick auf die nächste Legislaturperiode: Die stärkere Vernetzung der Akteure müsse dann höchste Priorität haben. Der Innovationsfonds soll zur Dauereinrichtung werden. mehr »