Ärzte Zeitung, 16.05.2011

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Mehrere Kanäle - das A und O für eine erfolgreiche Praxisabgabe

Einen Nachfolger finden Ärzte am ehesten über persönliche Kontakte und mit Hilfe der Kassenärztlichen Vereinigung. Hilfreich ist es aber offenbar auch, wenn mehrere Kanäle für die Suche aktiviert werden.

Von Hauke Gerlof

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Über welche Kanäle sucht ein Arzt, der seine Praxis abgeben möchte, am schnellsten einen Nachfolger? Die Antwort, die sich aus der gemeinsamen Leserumfrage der Fachverlagsgruppe SpringerMedizin und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ergibt, ist auch im Zeitalter des Internets eindeutig: am ehesten über ein dicht geknüpftes Netz von persönlichen Kontakten.

64 Prozent der insgesamt 1041 Teilnehmer kreuzten diese Antwort an, bei den Fachärzten waren es sogar fast 73 Prozent.

Jobportale spielen eine geringe Rolle

Jobportale im Internet spielen im Vergleich dazu mit 21 Prozent eine eher geringe Rolle. Anders sieht das mit den Kassenärztlichen Vereinigungen aus. 60 Prozent der Teilnehmer suchen über die KV einen Nachfolger.

Nicht ganz die Hälfte der Ärzte geht außerdem über Anzeigen in regionalen Medien, in der Fach- und/oder Standespresse. Jeweils etwa ein Fünftel der Ärzte suchen über Steuerberater und Bank einen Nachfolger.

"Man sollte sich bei der Suche nach einem Nachfolger möglichst breit aufstellen", sagt Carsten Burchartz, Abteilungsdirektor Gesundheitsmärkte und -politik bei der apoBank. Ein gutes Netzwerk sei häufig mitentscheidend für eine erfolgreiche Praxisabgabe. Dies gelte vor allem auch für die Planung.

Steuerberater am engsten eingebunden

Die Antworten der Leser zeigen, dass der Steuerberater offenbar am engsten in die Planungen eingebunden ist, was sicher mit den vielfältigen steuerlichen Folgen und Gestaltungsmöglichkeiten eines Praxisverkaufs zu tun hat, immerhin ist ein Teil des Erlöses für eine Praxis bei Abgabe steuerfrei. 70 Prozent der Teilnehmer beziehen ihren Steuerberater mit ein.

Weitere wichtige Verbündete bei der Planung und Abwicklung einer Praxisabgabe sind nach den Ergebnissen der Umfrage die Kollegen: 40 Prozent der Teilnehmer bezieht sie mit in die Planungen ein. Freunde und Bekannte (30 Prozent), Finanzdienstleister (25 Prozent) und die finanzierende Bank (20 Prozent) sind weitere Partner im Abgabeprozess.

"Die Praxisabgabe ist äußerst komplex. Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Netzwerkpartnern aus dem steuerlichen und rechtlichen Bereich zusammen und helfen den Ärzten dabei, die richtigen Ansprechpartner für alle Bereiche zu finden", unterstreicht Burchartz.

Zum Special "Praxisabgabe"

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