Ärzte Zeitung, 24.11.2009

GE entwickelt tragbare RFID-Nase

MÜNCHEN (eb). Wissenschaftler der Forschungsabteilung von General Electric (GE), haben tragbare RFID-Sensoren entwickelt, die Chemikalien und Krankheitserreger in der Luft erkennen und Informationen darüber per Funk melden. Für die Weiterentwicklung dieser technischen Neuerung erhielten die Wissenschaftler eine Auszeichnung vom amerikanischen National Institute sowie eine Unterstützung in Höhe von zwei Millionen US-Dollar.RFID-Sensoren werden verwendet, um Produkte und Waren nachzuverfolgen, wie dies beispielsweise mit Gepäck auf einem Flughafen geschieht.

Die von GE neu entwickelte Technik unterscheidet sich dadurch, dass dabei herkömmliche RFID-Chips mit Gassensoren kombiniert werden, die potenziell schädliche Chemikalien oder Krankheitserreger in der Luft erkennen können. Diese Sensoren sind kleiner als ein Ein-Euro-Stück und können Bestandteil von Zugangskarten oder Ausweisen sein und dienen als Frühwarnsystem an potenziell gefährdeten Orten.

Radislav Potyrailo, leitender Wissenschaftler bei GE Global Research und Leiter des RFID-Sensor-Projekts, sagt dazu: "Unsere neu entwickelte GE Sensing Plattform kann problemlos auf viele weitere interessante Anwendungen angepasst werden. Zum Beispiel könnte sie genutzt werden, um den Atem von Menschen zu analysieren. Dabei ist es möglich, auf einfache und kostengünstige Weise festzustellen, ob bestimmten Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Stoffwechselerkrankungen vorliegen."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »