Ärzte Zeitung, 02.04.2011

Tesa mausert sich zum Arzneimittelhersteller

HAMBURG (dpa) Der Hamburger Klebemittelspezialist Tesa darf jetzt auch Arzneien herstellen. Ab 2012 beginnt das Unternehmen mit der Produktion von Pflastern, die über die Haut medizinische Wirkstoffe an den Körper abgeben, sagte Vorstandsmitglied Robert Gereke.

Außerdem bald neu im Sortiment: Ein dünnes Blättchen, das sich Patienten mit Schluckbeschwerden auf die Zunge legen, wo es sich von selbst auflöst. Dadurch entfalle das für manche Patienten schmerzhafte Pillenschlucken, erklärte das Unternehmen, das dank ähnlicher Neuerungen im klassischen Kleber-Geschäft im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz verbuchte.

Unter anderem wegen der steigenden Rohstoffpreise lasse das Wachstum im Geschäftsjahr 2011 allerdings voraussichtlich nach. "Wir haben am Anfang des Jahres gedacht, so kann das nicht weitergehen mit der Preisentwicklung, aber es ist so weitergegangen", sagte Gereke. Das werde sich auch "im mittleren bis höheren einstelligen Bereich" auf die Preise der Tesa-Produkte auswirken.

Tesa ist eine 100-prozentige Tochter des Nivea-Herstellers Beiersdorf. Der Konzern hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 7,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz der Tesa SE stieg um 18 Prozent auf 881,9 Millionen Euro und übertraf damit den Umsatz des bisherigen Rekordjahres 2008. Unterm Strich verdiente Tesa im vergangenen Jahr 67,6 Millionen Euro.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »