Ärzte Zeitung, 03.03.2015

GKV

1,2 Milliarden Euro für Orphan Drugs

FRANKFURT/MAIN. Arzneimittel gegen seltene Krankheiten gehören zu den Wachstumsfeldern der forschenden Pharmabranche.

2014 gaben die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland 1,2 Milliarden Euro für solche Orphan Drugs aus (zu Apothekenverkaufspreisen nach Abzug von Hersteller- und Apothekenrabatt).

Das entsprach nach Angaben des Beratungsunternehmens IMS Health einem Zuwachs von 31 Prozent gegenüber Vorjahr. Rund zehn Prozentpunkte des Wachstums resultierten aus der Absenkung des Herstellerrabatts zu Jahresbeginn auf sieben Prozent.

Mengenmäßig waren es 469 Millionen Packungen (+13 Prozent), die zu GKV-Lasten an Patienten mit seltenen Erkrankungen abgegeben wurden.

Die Top-Drei nach Umsatz waren Revlimind® (Lenalidomid gegen multiples Myelom), Soliris® (Eculizumab gegen paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie) und Tracleer® (Bosentan gegen systemische Sklerodermie). (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »