Ärzte Zeitung online, 08.08.2017

Stada

Chef warnt vor Scheitern der Übernahme

BAD VILBEL. Mitten im Übernahmeringen hat Stada-Chef Engelbert Willink die Aktionäre vor einem erneuten Scheitern des Firmenverkaufs an Finanzinvestoren gewarnt. "Ich halte das Scheitern der Übernahme für die schlechtere Option", schreibt Willink in einem Aktionärsbrief. Zwar ließe sich Stada auch in Unabhängigkeit weiterentwickeln, doch gehöre das Unternehmen etwa zur Hälfte "kurzfristig orientierten Hedgefonds und aktivistischen Investoren" mit unbekannten Absichten. Im Falle eines erneuten Scheiterns könnten "deutlich kurzfristigere Zukunftsszenarien in den Vordergrund rücken", warnte Willink, etwa "eine mögliche feindliche Übernahme oder eine nachfolgende Zerschlagung des Unternehmens".

Der Stada-Chef reagiert den Angaben zufolge auf zahlreiche Zuschriften gerade von Privatanlegern, die den geplanten Verkauf von Stada kritisch sehen. Die Übernahme des Unternehmens durch Bain und Cinven war im Juni knapp gescheitert, da ihnen nicht genügend Aktionäre ihre Anteile angedient hatten. Nun nehmen die Finanzinvestoren einen zweiten Anlauf. Aktionäre müssen sich bis 16. August entscheiden, ob sie das verbesserte Angebot annehmen.(dpa)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11776)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »