Ärzte Zeitung online, 06.02.2018

Infusionslösungen

B. Braun will Marktstopp für HES-Mittel nicht hinnehmen

MELSUNGEN. Der Medizintechnikkonzern B. Braun widerspricht einer Empfehlung der europäischen Zulassungsbehörde EMA, Hydroxyethylstärke- haltige Infusionslösungen (HES), die als Volumenersatz bei akutem Blutverlust eingesetzt werden, vom Markt zu nehmen. Die EMA hatte ihr Votum, über das abschließend die EU-Kommission zu befinden hat, damit begründet, dass HES-Lösungen vielfach off Label bei kritisch Kranken oder Sepsispatienten infundiert würden. Nach Ansicht B. Brauns seien deshalb Maßnahmen nötig, um den Off-Label-Use zu verhindern. Aber, so der Hersteller, "ein Aussetzen der Zulassung in Anwendungsbereichen mit positiver Nutzen-Risiko-Abwägung ist daraus nicht zu rechtfertigen". Sollte ein Vertriebsverbot beschlossen werden, kündigte B.Braun "rechtliche Schritte" dagegen an. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »