Ärzte Zeitung online, 27.08.2019

Opioidkrise

Johnson & Johnson in Oklahoma verurteilt

NORMAN. Der US-KonzernJohnson & Johnson ist in Oklahoma wegen unrechtmäßiger Vermarktung suchtgefährdender Schmerzmittel zu einer Strafzahlung über 572 Millionen Dollar mit der Begründung verurteilt worden, es habe zur Medikamentenabhängigkeit beigetragen. J & J kündigte umgehendan, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

Der Generalstaatsanwalt Oklahomas hatte den Vorwurf erhoben, J&J sei ein Wegbereiter der Opioid-Epidemie und Drogenkrise gewesen. Das Konzernmarketing habe Suchtrisiken durch irreführende Angaben verschleiert. Der Ankläger forderte 17 Milliarden Dollar Strafe. Anleger reagierten erleichtert auf das Urteil, die J&J-Aktie stieg nachbörslich zeitweise um mehr als fünf Prozent.

Die Klage richtete sich auch gegen andere Unternehmen, doch Purdue Pharma – Hersteller des berüchtigten Schmerzmittels „Oxycontin“ – und Teva hatten sich auf Vergleichszahlungen von 270 Millionen beziehungsweise 85 Millionen Dollar geeinigt und damit einen Prozess abgewendet. In den USA laufen noch zahlreiche weitere ähnliche Klagen. (dpa)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (12683)
Organisationen
Johnson & Johnson (202)
Personen
Purdue Pharma (5)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Eine tödliche Kombination

Nach einem Infarkt haben Diabetiker ein hohes Risiko für Herzschwäche. Doch nicht nur das: Die Kombination verdreifacht das Sterberisiko, offenbaren Studiendaten. mehr »

KBV-Vertreter setzen ein Zeichen

Die Vertragsärzte kämpfen um den Sicherstellungsauftrag für die ambulante Notfallversorgung, um die sich auch Kliniken bewerben. Das hat die KBV-VV dazu veranlasst, eine Resolution zu verabschieden. mehr »

"Es hapert deutlich bei der Prävention"

In der Schlaganfallversorgung ist Deutschland Weltspitze, doch bei der Prävention gibt es große Defizite, findet Professor Hans-Christoph Diener. mehr »