Ärzte Zeitung, 12.08.2009

Schwarze Liste für Versicherte transparent

KÖLN (acg). Ärzte können sich jetzt beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft darüber informieren, ob sie in der schwarzen Liste der Versicherer geführt werden. In diesem Hinweis- und Informationssystem (HIS) speichern die Assekuranzen Kunden mit häufigen Schäden und tauschen Daten untereinander aus. Früher war das Verzeichnis geheim. Jetzt haben Datenschützer erreicht, dass Versicherte die über sie gespeicherten Daten abfragen können.

Die privaten Krankenversicherer beteiligen sich nicht an diesem System. Sie führen eine eigene Versichertenumfrage durch. "Dabei können die Unternehmen Informationen über Neukunden einholen, wenn sie den Verdacht haben, dass die bei einem anderen Anbieter schon einmal wegen eines Betrugs oder einer Überversicherung aufgefallen sind", so Stephan Caspary vom PKV-Verband.

Lesen Sie dazu auch:
Die geheime Kundendatei der Versicherer

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »