Ärzte Zeitung online, 18.09.2019

Hamburg

Neue Pflegeausbildung kann rechtzeitig starten

HAMBURG. Die Ausbildungen zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann können im kommenden Jahr in Hamburg fristgerecht starten. Alle an der Ausbildung beteiligten Akteure in der Hansestadt haben sich inzwischen auf die Budgets für die Pflegeschulen und für die praktische Ausbildung geeinigt.

Wie berichtet werden die bislang getrennten Ausbildungen Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ab dem Jahr 2020 zu einem Beruf mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann zusammengefasst.

In den beiden ersten Ausbildungsjahren wird ausschließlich generalistisch ausgebildet. Im dritten Jahr wird es für einen Teil der Auszubildenden zusätzlich die Möglichkeit geben, sich mit dem Berufsabschluss Altenpfleger oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger zu spezialisieren.

Einsatzmöglichkeiten in der Pflege erhöhen

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) erwartet, dass die neue Regelung die Durchlässigkeit und die Einsatzmöglichkeiten in der Pflege erhöht und zu einer höheren Attraktivität des Berufsbildes beiträgt. „Ziel ist es, die Zahl der Ausbildungsstellen um zehn Prozent zu erhöhen“, sagte Prüfer-Storcks.

Auch die weiteren Beteiligten sehen in der Budgeteinigung „ein wichtiges Signal zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Pflege“. Pro Auszubildendem werden aus einem Ausbildungsfonds 8050 Euro jährlich für die praktische Ausbildung an die Ausbildungsbetriebe und zwischen 6950 und 7950 Euro für die schulische Ausbildung an die Pflegeschulen gezahlt. (di)

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