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"Hungerkur" vor Sonografie des Abdomens ist oft unnötig

WIESBADEN (mal). Bildgebung in der Inneren Medizin ist für Professor Jürgen Schölmerich, Präsident des Samstag startenden Internistenkongresses, ein Paradebeispiel für Fortschritte in der Patientenversorgung. Ärzte in Klinik und Praxis profitieren davon.

Veröffentlicht: 09.04.2010, 05:00 Uhr

Ein Beispiel für Fortschritte in der Bildgebung seien Studien zur Magnetresonanzenterografie (MRE) des Dünndarms, so Schölmerich zur "Ärzte Zeitung". Diese Technik könne auch Befunde außerhalb des Darmes aufdecken. In einer Studie wurden zum Beispiel über 1000 Patienten wegen chronisch entzündlicher Darmkrankheit, wegen Verdachts auf eine solche Erkrankung oder wegen unklarer abdomineller Symptome und Befunde mit MRE untersucht. Dabei wurde bei 600 Patienten insgesamt 1113 Mal ein pathologischer Befund außerhalb des Darmes, etwa der von Abszessen oder eines Tumors, erhoben.

Die Bildgebung wird beim Kongress aber ganz und gar nicht ein reines Kliniker-Thema sein. Schölmerich: "Ich denke da zum Beispiel an neue Studiendaten, nach denen die Abdomensonografie auch bei nicht nüchternen Patienten aussagekräftige Befunde ergibt". Nach diesen Daten sei die vielfach geübte "Hungerkur" bis in den Mittag also hier - mit Ausnahme der Untersuchung der Gallenblase - nicht mehr nötig. Dies scheine besonders für die ambulante Medizin von erheblicher Bedeutung.

Der Internistenkongress bietet von Samstag bis Mittwoch viele Fortbildungsmöglichkeiten - dieses Jahr auch ein Sonografie-Training im "Sonowald". Am Samstag gibt es auch wieder einen Patiententag. Die "Ärzte Zeitung" begleitet den Kongress als Medienpartner mit Kongress-Beilagen zur "Ärzte Zeitung".

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