DGIM

Östrogen- und Testosteron-Präparate sind keine Schlankheitsmittel

Veröffentlicht:

Macht Hormonmangel dick? Dieser Gedanke liegt nahe. Besteht doch kein Zweifel mehr daran, dass Männer sowie auch Frauen mit dem Alter an Gewicht zulegen. Östrogen- und Testosteron-Spiegel sinken hingegen. Doch der Schein trügt: Momentan sieht es nämlich so aus, dass ein Östrogenmangel keinen Einfluss auf das Köpergewicht hat und ein Testosteronmangel Folge des Übergewichts ist und nicht umgekehrt.

Bei Frauen fällt der Östrogen-Spiegel im Blut nach der Menopause, das heißt nach der letzten Monatsblutung, stark ab. Das macht den Betroffenen oft schwer zu schaffen. Nahezu jede zweite Frau klagt während der Wechseljahre über Hitzewallungen.

Wenn Frauen an Gewicht zunehmen, ist das aber nicht auf einen Östrogenmangel zurückzuführen, hat Dr. Cornelia Jaursch-Hancke von der DKD in Wiesbaden aus Anlass des Patiententages zur "Ärzte Zeitung" gesagt. Und: Eine Hormonersatztherapie bessert zwar Hitzewallungen, hat aber offenbar keinen Effekt auf das Gewicht.

Bei Männern fällt im Alter das Testosteron ab bis hin zu einem Hypogonadismus. Davon betroffen sind oft Diabetiker sowie Übergewichtige. Die durch Testosteronmangel bedingten Beschwerden kann man durch Testosteronpräparate lindern. Schlankheitsmittel sind diese, zumindest was Bauchfett betrifft, aber wohl eher nicht. (ikr)

Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Neues und Wissenswertes rund um das Thema Schilddrüse

© Nerthuz / iStock

Kleines Organ ganz groß

Neues und Wissenswertes rund um das Thema Schilddrüse

Kooperation | In Kooperation mit: Sanofi-Aventis
PD Dr. Joachim Feldkamp (links), Internist und Endokrinologe vom Klinikum Bielefeld-Mitte und Prof. Dr. Markus Luster (rechts), Nuklearmediziner vom Uniklinikum Gießen-Marburg

© [M] Feldkamp; Luster; Sanofi-Aventis

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Bei erhöhtem TSH-Wert nicht gleich die Diagnostik-Maschinerie starten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Eine Ärztin bekommt in einem Pop-Up-Impf-Ort ihre Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech von einem Medizinstudenten verabreicht. Das Impfteam bietet im alten Gebäude der früheren Uniapotheke Impfungen mit vorheriger Online-Terminvereinbarung an.

© Marijan Murat / dpa

Forderungen nach Kontaktreduktion

Heil: Corona-Impfpflicht in Kliniken und Pflege schon Weihnachten

Impfzentrum der Marke Eigenbau in Peine.

© Dr. Lars Peters

COVID-19-Impfung im früheren Getränkemarkt

Hausarzt richtet Corona-Impfzentrum ein – auf eigene Kosten

IT-Sicherheit in der Praxis: Als „die Atemschutzmaske des Computers“ titulierte der Heidelberger Cyberschutz-Auditor Mark Peters die Firewall.

© Michaela Schneider

Cyberschutz für Arztpraxen

Vom Passwort als Desinfektionsmittel