Paul-Martini-Preis 2021

Preis für Forschung zu Herzschwäche

Professor Thomas Thum von der Medizinischen Hochschule Hannover hat den Paul-Martini-Preis 2021 erhalten.

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Wiesbaden. Für die Entdeckung einer neuen Therapieoption bei Herzinsuffizienz ist der Kardiologe Professor Thomas Thum mit dem von der Paul-Martini-Stiftung verliehenen Paul-Martini-Preis 2021 geehrt worden.

Thum hat mit seinem Team den Wirkstoff CDR132L entwickelt und nach positiven Ergebnissen in Tierversuchen bereits in einer ersten Studie mit 28 Patienten erprobt. Dabei hat sich der Inhibitor der Mikro-RNA „miRNA-132“ als gut verträglich erwiesen und zeigte therapeutische Wirksamkeit. Nun ist eine weitere Studie mit mehr Patienten geplant.

Die Substanz sei eine neue Möglichkeit, nicht nur wie bislang die Symptome der Herzinsuffizienz zu behandeln, sondern die Erkrankung selbst im chronischen Stadium heilen zu können, so Thum in einer Mitteilung der Paul-Martini-Stiftung.

Der Paul-Martini-Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben. Er würdigt herausragende Leistungen in der klinisch-therapeutischen Arzneimittelforschung. Die Entwicklung von CDR132L mache Hoffnung auf Therapiefortschritte und sei ein hervorragendes Beispiel für Translation vom Labor zur Therapie.

Die RNA-Wirkstoffe, die das Team um Thum erforscht, gehören zur „RNA-basierten Medizin“. CDR132 könnte einmal das erste Antisense-Medikament für die Kardiologie werden, heißt es in der Mitteilung. (eb)

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